HRV-Wissen und Hintergrund

 

Herz-Raten-Variabilität – Definition    
Das menschliche Herz funktioniert wie ein hochempfindlicher Seismograph, der sensibel auf sämtliche Reize und Erfordernisse aus der Umgebung, aber auch auf Signale aus dem Inneren, wie etwa Gedanken und Gefühle, reagiert. In einem gesunden Organismus passt sich die Herzschlagrate unablässig an die vorhandenen Gegebenheiten an: Bei körperlicher Beanspruchung oder Stress wird die Herzfrequenz in der Regel erhöht, wodurch sich die Abstände zwischen den Herzschlägen vermindern. In Zuständen der Entspannung schlägt das Herz langsamer und die Abstände der einzelnen Herzschläge werden normalerweise größer.

HRV – Hintergrund
Die HRV beruht wesentlich auf dem optimalen Zusammenspiel des sympathischen und des parasympathischen Systems, das nicht willentlich beeinflusst werden kann. Während das sympathische System für aktive Vorgänge wie die Energiebereitstellung und die Beschleunigung von Herzschlag und Atmung zuständig ist und typische Kampf- und Fluchtreaktionen auslöst, steuert das parasympathische System die Erholungsreaktionen und übernimmt passive Aufgaben wie Energiespeicherung, Schlaf und Verdauung. Sind diese beiden Regulationssysteme in Balance, fühlt sich der Mensch gesund. Ein gesundes Herz schlägt unregelmäßig, weil es ständig bemüht ist, ein optimales Zusammenspiel zwischen Sympathikus und Parasympathikus herzustellen. Je ungleicher die Abstände zwischen den einzelnen Herzschlägen sind, desto vitaler und gesünder ist der Mensch und umso besser kann er sich an innere und äußere Reize und somit an verschiedenen Situationen anpassen. Es ist normal, dass die HRV mit zunehmendem Alter nachlässt und bis zum Lebensende auf ein Minimum absinkt.

Die HRV stellt also ein ausgezeichnetes und aussagekräftiges Maß für eine mehr oder weniger gute Interaktionsfähigkeit zwischen dem Organismus und seiner Umwelt dar.     

 

HRV – Geschichtlicher Hintergrund
Bei der HRV handelt es sich keineswegs um eine Entdeckung unseres modernen und technisch fortgeschrittenen Zeitalters. Bereits vor 1700 Jahren analysierte der chinesische Arzt Wang Shuhe die verschiedenen Pulstypen und ihre klinische Bedeutung. Dabei kam er u. a. zu folgender Feststellung: „Wenn der Herzschlag so regelmäßig ist wie das Klopfen des Spechts oder das Tröpfeln des Regens auf dem Dach, wird der Patient innerhalb von vier Tagen sterben.“  
Offenbar hatte dieser chinesische Gelehrte erkannt, dass ein variabler Herzschlag ein deutliches Zeichen von Gesundheit ist. In der traditionellen chinesischen Medizin ist das Pulsmessen bis heute ein wichtiges Instrument, um Aufschluss über den aktuellen Gesundheitszustand des Patienten zu erhalten.


Entwicklung der HRV-Software
Die HRV-Software wurde unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. med. Franz Senekowitsch in Kooperation mit dem Physiker Dr. Axel Schäfer entwickelt. Die Auswertung beruht auf den Standards der Messungen und der Analyse der HRV, wie sie von der Task Force. Das Ziel war, ein Wellnessprodukt zu entwickeln, um eine einfache Messmethode für den täglichen Einsatz mit sofortiger Interpretation zu ermöglichen.

Ausgewählte Literatur:
Wenn Sie Interesse an weiterführenden Informationen haben, bedienen Sie sich bitte dieser Literaturauswahl:

hrv-literaturliste.pdf (16 KB)

 

 

 

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